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Starke These, schwache Argumente

Der chinesische Künstler Ai Weiwei lebt seit vier Jahren in Berlin – und will nun Deutschland verlassen. Seine Begründung verknüpft er mit einer starken These und leider schwachen Argumenten.

Der chinesische Künstler Ai Weiwei, der seit vier Jahren in Berlin im Exil lebt, will Deutschland verlassen – und schiebt die Begründung in einem Interview mit der „Welt“ hinterher: Deutschland sei keine offene Gesellschaft, sondern „eine Gesellschaft, die offen sein möchte, aber vor allem sich selbst beschützt. Die deutsche Kultur ist so stark, dass sie nicht wirklich andere Ideen und Argumente akzeptiert. Es gibt kaum Raum für offene Debatten, kaum Respekt für abweichende Stimmen.“

Lesen Sie hier den Artikel der F.A.Z.

Ein Kommentar

  1. Ich sollte langsam auch gehen –
    Den Artikel der welt habe ich nicht gelesen, aber man muss sich ja auch nicht auf jedes Wort von Ai stürzen.
    Aber wenn er zitiert wird, dass Deutschland mich nicht braucht, dann hat er noch untertrieben. Mich als einzig ernst zunehmenden Zeitgenossen von Kunstmarktgrößen wie Haring oder Basquiat haben weder die Zeitgenossen noch Deutschland je gebraucht. Und das war mein Glück. Denn ich brauche Deutschland auch nicht. Ich kann sogar jedem empfehlen, die Pfoten von Deutschland zu lassen – und von allem politischen Denken, welches sich in den verwirrten deutschen Köpfen befindet. Es gibt nicht nur keinen Raum für Debatten, die Zugänge zu den Köpfen sind regelrecht vermauert. Und man beginnt nur da eine Diskussion (siehe Nolde), wo die Personen, um die es sich dreht, sich nicht wehren können. Es ist wirklich schlimm, wenn man mitbekommen muss, dass nach dem Kriege Deutschland einem materiellen Irrglauben aufgesssen ist. Und es ist erbärmlich, dass keiner der sogenannten Kulturmenschen (auch die Künstler – von den Sportlern muss man das ja nicht verlangen, die sind ja die Ausgeburten des Marktes) dagegen seine Stimme erhebt. Die Leute wissen nicht einmal, was Denken sein könnte, statt dessen gehen sie wählen. Die Idioten von der AfD sind ja immer erst der zweite Schritt in dieser Entwicklung. Man sollte mal mehr Theodor Lessing lesen.
    Ich hab’s einfach. Ich kann’s mir erlauben, einfach Gute Nacht zu sagen.
    Mit einem freundlichen Gruß, Olaf Sager, Glücksburg

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