{"id":1544,"date":"2015-12-01T13:02:25","date_gmt":"2015-12-01T11:02:25","guid":{"rendered":"http:\/\/martin-benninghoff.de\/?p=1544"},"modified":"2015-12-01T13:02:40","modified_gmt":"2015-12-01T11:02:40","slug":"letzte-jauch-sendung","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/martin-benninghoff.de\/?p=1544","title":{"rendered":"Zur letzten Jauch-Sendung"},"content":{"rendered":"<p><em><strong>Und hier unsere Sicht der Dinge auf die Sendung G\u00dcNTHER JAUCH (ARD), die zwischen 2011 und 2015 lief:<\/strong> <\/em><\/p>\n<p>&#8222;Mit durchschnittlich 4,62 Millionen Zuschauern und einem durchschnittlichen Marktanteil von 16,2 Prozent ist G\u00dcNTHER JAUCH der erfolgreichste Talk, den das Erste jemals am Sonntagabend ausgestrahlt hat. 47 der bislang gezeigten 156 Ausgaben \u2013 also fast jede dritte Sendung \u2013 wurden von mehr als f\u00fcnf Millionen Zuschauern gesehen. Die erfolgreichste Sendung \u00fcberhaupt mit 8,25 Millionen Zuschauern (30,2 Prozent Marktanteil) war der Talk nach dem TV-Duell zwischen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbr\u00fcck am 1. September 2013. Auch bei der j\u00fcngeren Zielgruppe (14-59 Jahre) konnte der Talk in den letzten vier Jahren gro\u00dfe Erfolge verbuchen \u2013 hier lag der Marktanteil regelm\u00e4\u00dfig bei \u00fcber zehn Prozent. Der Blick auf die Publikumsresonanz belegt zudem das allgemein gro\u00dfe Interesse an G\u00dcNTHER JAUCH: In den vergangenen Jahren erhielt die Redaktion mehr als 115.000 Mails, im Online-Forum wurden fast 110.000 Kommentare gepostet, an vielen Sonntagabenden war #jauch Top1 in den deutschen Twitter-Charts.<\/p>\n<p>Bei G\u00dcNTHER JAUCH wurde mit verantwortlichen Politikern und relevanten G\u00e4sten stets das Thema der Woche diskutiert und besprochen: Angela Merkel und Helmut Schmidt waren gleich zu Sendungsstart Gast im Gasometer, im Sommer 2014 diskutierte die ehemalige US-Au\u00dfenministerin und First Lady Hillary Clinton mit Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen und Margot K\u00e4\u00dfmann \u00fcber m\u00e4chtige Frauen in der heutigen Zeit. Eine weltweite Premiere wurde am 26. Januar 2014 gezeigt: Edward Snowden, von den USA gejagter Whistleblower, gab dem deutschen Fernsehen das erste TV-Interview nach seiner Flucht. Im gleichen Jahr wurde ein exklusives Interview mit Russlands Pr\u00e4sident Wladimir Putin gesendet und diskutiert.<\/p>\n<p>Besonders zu aktuellen und brisanten Themen schalteten die Zuschauer ein \u2013 beispielsweise nach den Terroranschl\u00e4gen von Paris Anfang November. Mit 5,62 Millionen Zuschauern war der Talk zwei Tage nach den Attentaten die meistgesehene G\u00dcNTHER JAUCH-Sendung 2015. Auf gro\u00dfes Interesse stie\u00dfen in den vergangenen vier Jahren vor allem Sendungen rund um die gro\u00dfen politischen Themen wie Griechenland, Russland und Fl\u00fcchtlinge, die gesellschaftspolitisch relevanten Themen wie soziale Gerechtigkeit und \u201eKonzern Kirche\u201c sowie die moralischen Debatten im Fall von Uli Hoene\u00df und Christian Wulff \u2013 regelm\u00e4\u00dfig schalteten bis zu 6,7 Millionen Zuschauer ein. Neben den gro\u00dfen aktuellen politischen Themen setzte G\u00dcNTHER JAUCH immer wieder Akzente mit ungew\u00f6hnlichen Talks: Anfang 2012 erz\u00e4hlte die Auschwitz-\u00dcberlebende Anita Lasker-Wallfisch ihre Geschichte. Drei Jahre sp\u00e4ter waren die Zeitzeuginnen Eva Erben und Margot Friedl\u00e4nder zu Gast \u2013 auch sie \u00fcberlebten die Vernichtungsmaschinerie der Nazis. In der Sendung zum Gr\u00f6ning- Prozess am 26. April 2015 beeindruckte die Auschwitz-\u00dcberlebende Eva Mozes Kor die Zuschauer mit ihren vers\u00f6hnenden Worten gegen\u00fcber den T\u00e4tern der NS-Zeit. Im November 2013 wurde bei G\u00dcNTHER JAUCH \u00fcber den Kunstschatz des Sammlers Cornelius Gurlitt diskutiert. In mehreren Sendungen wurden die Themen Sterbehilfe und Umgang mit dem Tod thematisiert \u2013 unter anderem mit Franz M\u00fcntefering und Udo Reiter, der sich im Sommer 2014 das Leben nahm. Auch Themen wie Jugendgewalt oder Zwangsprostitution stie\u00dfen auf sehr gro\u00dfes Zuschauerinteresse.<\/p>\n<p>Mit seiner Themenwahl und seinen manchmal polarisierenden G\u00e4sten war G\u00dcNTHER JAUCH am Montagmorgen h\u00e4ufig Gespr\u00e4chsthema an K\u00fcchentischen, im B\u00fcro, auf dem Weg zur Arbeit. So sahen 5,53 Millionen Zuschauer im Oktober 2015 AfD-Mann Bj\u00f6rn H\u00f6cke, der gleich zu Beginn der Sendung eine Deutschlandflagge \u00fcber seine Stuhllehne h\u00e4ngte und f\u00fcr viel Emp\u00f6rung sorgte. Eine besonders intensive Diskussion im Nachgang der Sendung zog auch der Auftritt des ehemaligen griechischen Finanzministers Yanis Varoufakis nach sich, der im M\u00e4rz 2015 live aus Athen zugeschaltet war. Seine Falschbehauptung, die Redaktion habe ein gezeigtes Video manipuliert, bei dem er einen \u201eStinkefinger\u201c gezeigt hatte, besch\u00e4ftigte in den n\u00e4chsten Tagen zahlreiche Medien und sorgte f\u00fcr gro\u00dfe Diskussionen in den sozialen Netzwerken. Ebenfalls in Erinnerung bleiben wird der Auftritt des Berliner Imams Abdul Adhim Kamouss im September 2014, der immer wieder anderen G\u00e4ste ins Wort fiel \u2013 darunter Wolfgang Bosbach und Heinz Buschkowsky. Sein gro\u00dfes Redebed\u00fcrfnis brachte Kamouss im Nachhinein den Namen \u201eQuassel-Imam\u201c ein. Auch Kathrin Oertels Auftritt im Januar 2015 sorgte f\u00fcr gro\u00dfe Diskussionen \u2013 die damalige Pegida-Frontfrau stellte sich erstmals stellvertretend f\u00fcr die Bewegung im deutschen Fernsehen. Beide Auftritte wurden bei Twitter und in den Online-Foren stark diskutiert. Gro\u00dfen Eindruck hinterlie\u00dfen aber auch weniger prominente Menschen: Harald H\u00f6ppner, der mit einem privaten Boot Fl\u00fcchtlinge vor dem Ertrinken rettet, nutzte seinen Auftritt am 19. April 2015, um live zu einer Schweigeminute aufzurufen. Carina K\u00fchne, eine junge Dame mit Down Syndrom, zeigte in der Sendung im Mai 2014, dass sie trotz ihrer Behinderung problemlos in der Diskussionsrunde mithalten konnte. Auch Julia und Thomas Schmitz beeindruckten die Zuschauer: Sie \u00fcberlebten den Angriff der Terroristen auf den Pariser Musikclub Bataclan am 13. November und erz\u00e4hlten bei G\u00dcNTHER JAUCH von ihrem schrecklichen Erlebnis. Im M\u00e4rz 2015 diskutierte Zhanna Nemzowa, Tochter des kurz zuvor ermordeten russischen Oppositionellen Boris Nemzow, mutig bei G\u00dcNTHER JAUCH.<\/p>\n<p>\u201eUns war es wichtig, am Sonntagabend mit relevanten und interessanten G\u00e4sten \u00fcber das Thema der Woche zu diskutieren, politische und gesellschaftliche Debatten abzubilden und f\u00fcr den Zuschauer so einen Mehrwert und Erkenntnisgewinn zu schaffen\u201c, so G\u00fcnther Jauch. \u201eEbenso wichtig war es uns aber auch, mal ein ungew\u00f6hnliches Thema anzupacken und uns mit besonders spannenden oder polarisierenden G\u00e4sten auseinanderzusetzen. Das mag manchmal f\u00fcr viel Kritik und Aufsehen gesorgt haben \u2013 aber gerade das macht das Live-Fernsehen und eine gute Diskussion auch aus: Unvorhergesehenes passiert, Debatten werden ausgel\u00f6st, Positionen und Meinungen prallen aufeinander und werden neu diskutiert. Mir haben die ungew\u00f6hnlicheren Sendungen immer besonders gut gefallen.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Und hier unsere Sicht der Dinge auf die Sendung G\u00dcNTHER JAUCH (ARD), die zwischen 2011 und 2015 lief: &#8222;Mit durchschnittlich 4,62 Millionen Zuschauern und einem durchschnittlichen Marktanteil von 16,2 Prozent ist G\u00dcNTHER JAUCH der erfolgreichste Talk, den das Erste jemals&#8230;<\/p>\n<div class=\"more-link-wrapper\"><a class=\"more-link\" href=\"http:\/\/martin-benninghoff.de\/?p=1544\">Weiterlesen<span class=\"screen-reader-text\">Zur letzten Jauch-Sendung<\/span><\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[156,1],"tags":[268],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/martin-benninghoff.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1544"}],"collection":[{"href":"http:\/\/martin-benninghoff.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/martin-benninghoff.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/martin-benninghoff.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/martin-benninghoff.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1544"}],"version-history":[{"count":2,"href":"http:\/\/martin-benninghoff.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1544\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1546,"href":"http:\/\/martin-benninghoff.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1544\/revisions\/1546"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/martin-benninghoff.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1544"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/martin-benninghoff.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1544"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/martin-benninghoff.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1544"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}