{"id":2077,"date":"2018-06-12T17:11:54","date_gmt":"2018-06-12T15:11:54","guid":{"rendered":"http:\/\/martin-benninghoff.de\/?p=2077"},"modified":"2018-06-12T17:13:38","modified_gmt":"2018-06-12T15:13:38","slug":"so-sieht-ein-sieger-aus","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/martin-benninghoff.de\/?p=2077","title":{"rendered":"So sieht ein Sieger aus"},"content":{"rendered":"<p>Analyse zum historischen Gipfeltreffen zwischen Kim Jong-un und Donald Trump &#8211; <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/so-sieht-ein-sieger-aus-kim-jong-un-nutzt-das-trump-treffen-15635952.html\">hier nachzulesen (erschienen am 12.06.2018 bei FAZ.NET) <\/a><\/p>\n<p><em>Von Martin Benninghoff<\/em><\/p>\n<p><strong>Kim Jong-un nutzt das Gipfeltreffen f\u00fcr seine Zwecke, Donald Trump geht weitgehend leer aus. Nordkoreas Machthaber hat jahrelang auf diesen Moment hingearbeitet \u2013 und damit mehr erreicht als seine Vorg\u00e4nger.<\/strong><\/p>\n<p><span class=\"atc-TextFirstLetter\">N<\/span>ordkoreas Machthaber Kim Jong-un ist schon wieder auf dem Weg zur\u00fcck in sein Heimatland, als sein derzeit prominentester F\u00fcrsprecher auf die B\u00fchne steigt und den Job f\u00fcr ihn macht: Donald Trump. Bei der Pressekonferenz nach dem historischen H\u00e4ndedruck der beiden Staatslenker zeigt sich der amerikanische Pr\u00e4sident in bester Plauderlaune. Der m\u00e4chtigste Politiker der Welt beantwortet viele Fragen der Journalisten \u2013 und er lobt den Diktator des vergleichsweise kleinen und unbedeutenden Nordkorea. Und das nicht zu knapp: Kim Jong-un sei ein \u201esehr talentierter Mann\u201c, eine \u201egro\u00dfe Pers\u00f6nlichkeit\u201c, ein \u201esehr geschickter Verhandler\u201c, ein \u201esehr m\u00e4chtiger Mann\u201c, einer, der zudem \u201esein Land sehr liebt\u201c, fl\u00f6tet der Pr\u00e4sident.<\/p>\n<p>Es ist nicht \u00fcberliefert, wie Kim die Lobeskaskade aufgenommen hat, ob er sich die Pressekonferenz im Flugzeug angeschaut hat. Aber es ist anzunehmen, dass er das mit Genugtuung tat. Er, der \u201elittle rocket man\u201c, wie Trump ihn einst schimpfte, hat es mit dem Treffen in Singapur geschafft, egal was weitere Verhandlungen bringen oder zurechtstutzen. Selbst der Todfeind a. D. aus Amerika erkennt die Gr\u00f6\u00dfe Kims an, sicherlich eine Steilvorlage f\u00fcr die staatstreuen nordkoreanischen Medien, die zur Stunde noch Ruhe halten und nur die Bilder Kims bei seiner Sightseeing-Tour in Singapur zeigen. In westlichen Medien ist nach dem Gipfel h\u00e4ufig von \u201eAugenh\u00f6he\u201c der beiden Staatsf\u00fchrer die Rede \u2013 in Wahrheit geht Kim Jong-un aber als Sieger vom Platz.<\/p>\n<p><strong>Mittel zur Machtsicherung<\/strong><\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Kim Jong-un ist nicht nur ein gewiefter Kurzzeit-Taktiker, er ist ein gewiefter Stratege mit langem Atem. Das Treffen mit Trump, die Choreografie mit H\u00e4ndesch\u00fctteln und sch\u00f6nen Fotos vor den gleichrangig drapierten Flaggen Amerikas und Nordkoreas, die Bilder seiner lockeren Sightseeing-Tour durchs abendliche Singapur \u2013 all das ist der vorl\u00e4ufige H\u00f6hepunkt einer Strategie, die der junge Diktator seit einigen Jahren verfolgt. Sein Ziel: die internationale Anerkennung f\u00fcr sein Land, die Sicherung des Familienanspruchs auf die Macht in Pj\u00f6ngjang, wirtschaftliche Erholung, um das politische System zu erhalten und die Eliten aus Milit\u00e4r und Partei zufriedenzustellen, und letztlich Stabilit\u00e4t und Ressourcen f\u00fcr eine Modernisierung Nordkoreas.<\/p>\n<div class=\"ctn-PlaceholderContent ctn-PlaceholderContent-is-in-article-medium \"><\/div>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Das funktioniert nur, wei\u00df Kim, wenn der Sanktionsring, der der Wirtschaft des Landes die Luft abw\u00fcrgt, gelockert wird \u2013 und zwar bald. Und wenn sich der Staatsf\u00fchrer wirksam vor einem \u201eregime change\u201c sch\u00fctzt. Letzteres ist ihm gelungen, indem er den Nachweis f\u00fcr funktionierende Atomwaffen liefern konnte, das war Phase zwei in seiner Amtszeit. Jetzt geht es ihm darum, der Wirtschaft auf die Beine zu helfen. Phase drei.<\/p>\n<p><strong>Vorbereitungen im Schnelldurchlauf<\/strong><\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Von all dem war im Dezember 2011 nicht viel zu sehen, ja nicht einmal zu ahnen. Damals lief der unscheinbare junge Mann neben dem Leichenwagen mit dem Sarg seines kurz vorher verstorbenen Vaters Kim Jong-il her. Zwar war Kim Jong-un schon vorher auf Fotos aufgetaucht, meist in der Entourage seines Vaters. Aber im Gegensatz zu Kim Jong-il, der \u00fcber viele Jahre zum Nachfolger seines Vaters, des Staatsgr\u00fcnders Kim Il-sung, aufgebaut worden war, musste der Dritte im Familienbunde in Windeseile auf seine k\u00fcnftige Aufgabe vorbereitet werden, nachdem Kim Jong-il einen Schlaganfall erlitten und sich nur m\u00fchsam und unvollst\u00e4ndig erholt hatte.<\/p>\n<p id=\"pageIndex_2\" class=\"atc-TextParagraph\">Innerhalb von zwei Jahren wurde Kim Jong-ils dritter und j\u00fcngster Sohn beim Milit\u00e4r nach oben durchgereicht, in 2012 gar zum Marschall bef\u00f6rdert. Man kann da nur spekulieren, aber in der patriarchalen Gesellschaftsordnung Nordkoreas, die zudem gepr\u00e4gt ist durch einen hohen Respekt vor dem Alter, d\u00fcrfte das bei den altgedienten Milit\u00e4rs nicht gerade f\u00fcr Begeisterung gesorgt haben.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Doch so unscheinbar und emotional angefasst sich der junge Kim damals der Welt\u00f6ffentlichkeit pr\u00e4sentierte (bei der Aufbahrung seines Vaters brach er im Pj\u00f6ngjanger Kumsusan-Palast in Tr\u00e4nen aus), so rabiat und entschlossen ging er die erste Phase seiner Regentschaft an, die Phase der Machtkonsolidierung. Noch am Leichenwagen ging sein m\u00e4chtiger Onkel Jang Song-thaek hinter ihm her, der bereits ein wichtiger Mitarbeiter seines Vaters gewesen war und dem man nachsagte, als m\u00f6glicher Nachfolger bereit zu stehen.<\/p>\n<p><strong>Ein Schauprozess f\u00fcr den Onkel<\/strong><\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Kim Jong-un brauchte zwei Jahre, um ihn spektakul\u00e4r aus seiner Sitzung abf\u00fchren und wenig sp\u00e4ter nach einem kurzen Schauprozess hinrichten zu lassen. Seinen \u00e4lteren Halbbruder Kim Yong-nam lie\u00df er wohl am Flughafen in Kuala Lumpur, Malaysia, mit einer Giftattacke hinrichten. Er hatte sich mehrfach negativ \u00fcber das Regime seines Bruder ge\u00e4u\u00dfert \u2013 und galt urspr\u00fcnglich einmal als Nachfolgekandidat f\u00fcr Kim Jong-il. Doch Kim Jong-un wollte kein Exil-Kabinett im Ausland entstehen lassen.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Er belie\u00df es aber nicht bei diesen typischen Methoden stalinistischer Terror-Regime, sondern bot neben der Peitsche auch Zuckerbrot: \u201eLasst uns weiter den Fortschritt unserer Revolution beschleunigen, indem wir alle unsere Anstrengungen in den sozialistischen wirtschaftlichen Aufbau stecken\u201c, verk\u00fcndete er im April gegen\u00fcber Parteikadern und bekr\u00e4ftigte damit seine mehrfach get\u00e4tigten Ank\u00fcndigungen, den Wohlstand seiner Bev\u00f6lkerung heben zu wollen.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Die Baut\u00e4tigkeiten in den St\u00e4dten, allen voran in Pj\u00f6ngjang, aber auch in Wonsan zum Beispiel, wo ein Tourismusprojekt vorangetrieben wird, die neu entstandene Mittelklasse, die sich Handys, Restaurantbesuche und teilweise sogar Autos leisten kann, legen Zeugnis ab von den verbesserten Lebensumst\u00e4nden. Wobei: Wer \u00fcbers platte Land reist, erkennt, wie weit weg Nordkorea noch von Glitzermetropolen wie Singapur oder auch nur Dandong an der Grenze zwischen China und Nordkorea am Fluss Yalu ist.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Kim wei\u00df, die Entwicklung seines Landes hat Grenzen, zumindest dann, wenn es ihm nicht gelingt, die Sanktionen loszuwerden und den internationalen Handel wieder anzukurbeln. Nordkorea verf\u00fcgt \u00fcber gro\u00dfe Rohstoffvorkommen und eine erst recht im Vergleich zu anderen Entwicklungsl\u00e4ndern hervorragend ausgebildete Bev\u00f6lkerung \u2013 was daran liegt, dass Nordkorea einst ein Industriestaat war. <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/wie-kim-jong-un-nordkorea-modernisiert-15631905.html\">Im Inneren hat der Diktator in den vergangenen Jahren vorsichtige marktwirtschaftliche Anreize gesetzt<\/a>, zum Beispiel d\u00fcrfen landwirtschaftliche Kooperativen einen Teil der Ernte behalten. Das ist noch keine Revolution, aber ein gro\u00dfer Schritt f\u00fcr ein Regime, das in der Vergangenheit mehrfach zur\u00fcckgerudert war, weil sich pl\u00f6tzlich entfesselte marktwirtschaftliche Kr\u00e4fte nicht mehr im Sinne der Regierung kontrollieren lie\u00dfen.<\/p>\n<p id=\"pageIndex_3\" class=\"atc-TextParagraph\">Gerade die freien M\u00e4rkte sind auch Austausch von Ideen und Orte der Kommunikation \u2013 und werden deshalb mit Argusaugen \u00fcberwacht und streng aus dem Touristenprogramm f\u00fcr Nordkorea-Reisende herausgehalten. Um voranzukommen, braucht Kim aber auch mittelfristig Investoren aus dem Ausland. Seit mehreren Jahren liegt die Sonderwirtschaftszone bei Kaesong brach, wo s\u00fcdkoreanische Unternehmen mit nordkoreanischen Arbeitern produzierten. In andere Sonderwirtschaftszonen sind die Gesch\u00e4fte nie so richtig in Gang gekommen.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Mit seinem Atom- und Raketenprogramm ist es Kim nun gelungen, sich an Trumps Verhandlungstisch zu drohen \u2013 vorausgegangen waren dem Monate mit gegenseitigen Verbal-Scharm\u00fctzeln und Zerst\u00f6rungsphantasien, sozusagen als Humus f\u00fcr den Boden, auf dem Kim nun pflanzt: Als n\u00e4chstes wird er anstreben, das Sanktionsregime abzumildern, den Warenverkehr mit dem gr\u00f6\u00dften Handelspartner China wieder ins Rollen zu bekommen.<\/p>\n<p class=\"atc-TextParagraph\">Wer wei\u00df, welche M\u00f6glichkeiten sich da weiter bieten? Nachdem er seinem Regime die n\u00f6tigen Machtmittel verschafft hat, nutzt er die g\u00fcnstige politische Konstellation: In S\u00fcdkorea regiert der liberale Staatspr\u00e4sident Moon Jae-in, der fast alles zu tun bereit ist, um den Friedensprozess am Leben zu erhalten. China ist interessiert an Ruhe im Unruheherd Nordkorea\u00a0\u2013 der widerspenstige kleine Nachbar sorgt seit Jahren f\u00fcr Verdruss in Peking. Und mit Donald Trump sitzt ein unkonventioneller Pr\u00e4sident im Wei\u00dfen Haus, der auf einge\u00fcbte Routinen eher allergisch reagiert.<\/p>\n<p><strong>&#8222;Vereinbarung hat keinen Wert&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>So weit, so logisch. Kim Jong-un hat an diesem Dienstag das Beste f\u00fcr sich herausgeholt. Und Amerika? Die Vereinbarung habe aus der Sicht Amerikas \u201ekeinen Wert\u201c, sagt Andrej Lankow, Professor an der s\u00fcdkoreanischen Kookmin-Universit\u00e4t. Amerika h\u00e4tte \u201eernsthafte Zugest\u00e4ndnisse gewinnen k\u00f6nnen. Aber es wurde nicht getan.\u201c Stattdessen sei \u201eNordkorea ermutigt\u201c worden. Hannes Mosler, Korea-Forscher an der Freien Universit\u00e4t Berlin, sieht den Gipfel hingegen als Erfolg f\u00fcr beide, f\u00fcr Kim und f\u00fcr Trump: \u201eIch finde, das ist insgesamt ein betr\u00e4chtliches Ergebnis, erst recht, wenn man die Umst\u00e4nde in Rechnung stellt. Es geht ja darum, einen Prozess anzusto\u00dfen und erst einmal f\u00fcr eine gute Atmosph\u00e4re zu sorgen \u2013 und f\u00fcr ein Sprungbrett f\u00fcr die weiteren Verhandlungen.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/kommentar-zu-nordkorea-gipfel-mit-donald-trump-und-kim-jong-un-15635556.html\">Allerdings wartet auf Kim die richtige Bew\u00e4hrungsprobe erst noch:<\/a> In den Verhandlungen, die Amerikas Au\u00dfenminister Mike Pompeo laut Trump in der n\u00e4chsten Woche starten soll, wird es darauf ankommen, einen detaillierten Abr\u00fcstungsplan f\u00fcr das nordkoreanische Atomprogramm auszuarbeiten. In der Logik Kims w\u00fcrde das bedeuten, dass er seine wichtigste Waffe aus der Hand gibt. Zu welchem Preis? Oder wird er nach den guten Absichtserkl\u00e4rungen vom Dienstag den Status quo in wenigen Tagen oder in drei Wochen oder erst in zwei Jahren wieder aufk\u00fcndigen, um den alten Kreislauf von Drohung, Ann\u00e4herung und neuerlicher Drohung wieder aufzunehmen? Das kann zum jetzigen Zeitpunkt niemand vorhersehen, au\u00dfer Kim Jong-un selbst. Und der wird sich nun erst einmal in seinem Gipfel-Erfolg sonnen \u2013 und warten, was sich herausverhandeln l\u00e4sst. Ende offen. Wie freundlich Trump dann noch \u00fcber ihn spricht, werden wir via Twitter erfahren. Oder in einem neuen Buch von John Bolton.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Analyse zum historischen Gipfeltreffen zwischen Kim Jong-un und Donald Trump &#8211; hier nachzulesen (erschienen am 12.06.2018 bei FAZ.NET) Von Martin Benninghoff Kim Jong-un nutzt das Gipfeltreffen f\u00fcr seine Zwecke, Donald Trump geht weitgehend leer aus. 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