{"id":2415,"date":"2019-03-21T12:55:21","date_gmt":"2019-03-21T11:55:21","guid":{"rendered":"http:\/\/martin-benninghoff.de\/?p=2415"},"modified":"2019-03-21T13:14:33","modified_gmt":"2019-03-21T12:14:33","slug":"christchurch-wie-sage-ich-es-meinem-kind","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/martin-benninghoff.de\/?p=2415","title":{"rendered":"Christchurch &#8211; wie sage ich es meinem Kind?"},"content":{"rendered":"\n<p>Ob Winnenden, Bataclan oder Christchurch: Berichte \u00fcber Attentate und Bluttaten gehen gerade an Kindern und Jugendlichen nicht spurlos vorbei. Eltern k\u00f6nnen aber etwas tun \u2013 und sollten zugleich an ihrer eigenen Medienkompetenz arbeiten. <\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Bei einer Schie\u00dferei am Freitag in Christchurch wurden 50 Menschen get\u00f6tet, viele wurden verletzt.&#8220; So steht es auf der <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/kinder\/logo\/angriff-auf-moscheen-in-christchurch-100.html\">Homepage der ZDF-Kindernachrichten &#8222;logo!&#8220;<\/a>. Davon abgesehen, dass von einer &#8222;Schie\u00dferei&#8220; kaum die Rede sein kann, da ein Attent\u00e4ter gezielt Jagd auf Menschen gemacht hat: Der Stil ist sachlich und gr\u00f6\u00dftm\u00f6glich unblutig. Kindgerecht eben.<\/p>\n\n\n\n<p>Denn eines ist klar: Auch an Kindern gehen solche Schreckensmeldungen wie aus dem neuseel\u00e4ndischen Christchurch nicht spurlos vorbei. Entweder erfahren sie im Internet, dem Fernsehen oder in den bei Papa und Mama herumliegenden Zeitungen von dem Massaker in der Moschee, in der sich zum Zeitpunkt der Attacke Hunderte Menschen zum Freitagsgebet versammelt hatten. Oder aber sie sp\u00fcren das Entsetzen, das sich bei ihren Eltern breitmacht. <\/p>\n\n\n\n<p>J\u00fcngere Kinder wie unseren zweieinhalb Jahre alten Elias k\u00f6nnen wir vor den Bildern und solchen Nachrichten bewahren, er ist noch zu jung und interessiert sich nicht f\u00fcr den Fernseher; ja selbst das Tablet, das er furchtbar gerne vom Regal klaut, ist ihm vor allem als leuchtendes Irgendwas attraktiv. Inhalte interessieren ihn noch nicht sonderlich. Aber \u00e4ltere Kinder im Grundschulalter und dar\u00fcber hinaus vom Nachrichtenfluss zu isolieren \u2013 das ist praktisch unm\u00f6glich und auch nicht w\u00fcnschenswert. Denn solche Terrorattacken wie in Neuseeland sind Teil der Realit\u00e4t und damit der Welt, in der die Kinder und wir alle leben.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-style-large is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Wie geht man als Eltern mit dieser Realit\u00e4t um? <\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Die Frage ist nur: Wie geht man als Eltern mit dieser Realit\u00e4t um? Wie sch\u00fctzt man seine Kinder? Aber wie f\u00fchrt man sie zugleich an diese Themen heran, ohne sie zu verschrecken und auch nur ansatzweise zu traumatisieren? Die Kinder in Watte zu packen, damit ist jedenfalls keinem geholfen, am wenigsten den Kindern selbst. Grundkonsens muss aber sein: Brutale Details, verst\u00f6rende Youtube-Videos, blutige Fotos sind tabu. <\/p>\n\n\n\n<p>Dass in den Morgenstunden des vergangenen Freitags das wie ein Egoshooter-Spiel aufgezogene Attentatsvideo im Internet kursierte, zeigt, dass das keine Selbstverst\u00e4ndlichkeit ist. Kinder (und Jugendliche erst recht) h\u00e4tten es sich relativ schnell besorgen und anschauen k\u00f6nnen. Noch sp\u00e4ter, als das Video meist nicht mehr aufzurufen war, gab es online Screenshots zu sehen, die &#8222;Bild&#8220; pr\u00e4sentierte Sequenzen und Fotos aus dem Horrorvideo. Welche Sensationsgier oder, nach wohlwollender Interpretation, Wunsch nach dokumentarischer Authentizit\u00e4t da auch immer am Werk war \u2013 f\u00fcr Kinder w\u00e4re es leicht gewesen, an Material zu kommen.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/blogs.faz.net\/schlaflos\/\">Hier lesen Sie den vollst\u00e4ndigen Artikel bei der F.A.Z.<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ob Winnenden, Bataclan oder Christchurch: Berichte \u00fcber Attentate und Bluttaten gehen gerade an Kindern und Jugendlichen nicht spurlos vorbei. 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