{"id":805,"date":"2011-11-21T11:27:55","date_gmt":"2011-11-21T09:27:55","guid":{"rendered":"http:\/\/martin-benninghoff.de\/?p=805"},"modified":"2011-11-21T11:38:30","modified_gmt":"2011-11-21T09:38:30","slug":"bordellbesitzer-und-barbie","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/martin-benninghoff.de\/?p=805","title":{"rendered":"Bordellbesitzer und Barbie"},"content":{"rendered":"<div><em><\/p>\n<figure id=\"attachment_815\" aria-describedby=\"caption-attachment-815\" style=\"width: 150px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/martin-benninghoff.de\/WP\/index\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Wollersheim1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-815\" title=\"Wollersheim1\" src=\"http:\/\/martin-benninghoff.de\/WP\/index\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Wollersheim1-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-815\" class=\"wp-caption-text\">(Bild: Benninghoff)<\/figcaption><\/figure>\n<p>\u00a0<\/em><\/div>\n<p>(Erschienen in der <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/vermischtes\/article13724062\/Bordellbesitzer-und-Barbie-Besuch-bei-Wollersheims.html\">&#8222;Welt am Sonntag&#8220;, <\/a>21.11.2011)<\/p>\n<p>\u00a0<em>Der D\u00fcsseldorfer Bordellbesitzer Bert Wollersheim pr\u00e4sentiert sich gerne als Wohlt\u00e4ter. Sein Privatleben ist zugleich \u00f6ffentliche B\u00fchne. Ein Hausbesuch.<\/em><\/p>\n<p><p><em>Von Martin Benninghoff<\/em><\/p>\n<p>Auf den ersten Blick passt ihr Bauernhof in Willich bei D\u00fcsseldorf so gar nicht ins Klischeebild einer Rotlichtszenegr\u00f6\u00dfe. Ein paar verrostete Autowracks liegen auf der angrenzenden Wiese, die knorrigen B\u00e4ume sehen verwachsen, der Innenhof schwer in die Jahre gekommen aus. Nur in einer Ecke, unter dem Dach eines Carports versteckt, deuten ein wei\u00dfer amerikanischer Lincoln und ein gelber Audi TT auf das schillernde P\u00e4rchen hin, das hier wohnt: Puffbesitzer Bert Wollersheim, 60, und seine 24-j\u00e4hrige Frau Sophia.<\/p>\n<p>Eine enge h\u00f6lzerne Stiege f\u00fchrt ins Reich der Wollersheims. Sophia, die ihrem Bert wie fast jeden Abend einen Nusskuchen gebacken hat, \u00f6ffnet die T\u00fcr. \u201eF\u00fchlen Sie sich wie zuhause.\u201c Sie tr\u00e4gt High-Heels, einen Minirock sowie ein knallrotes \u201eDolce &amp; Gabbana\u201c-Shirt, das ihre operierte Brust nur m\u00fchsam verdeckt, viel Make-Up im Gesicht und hellblondierte Haare. \u201eMein \u00e4u\u00dferliches Vorbild ist die Barbie-Puppe\u201c, sagt sie. Ihr Mann wird sp\u00e4ter sagen, dass Sophia die einzige Frau sei, die auf High-Heels kochen k\u00f6nne. Auch die Wohnung der beiden ist \u00fcppig dekoriert, vollgestopft mit amerikanischem Kitsch, Indianerk\u00f6pfen, Mini-Freiheitsstatuen und B\u00fcffelh\u00f6rnern. Auf zwei Flachbildschirmen l\u00e4uft parallel US-Country und deutscher Schlager.<\/p>\n<p>Bert Wollersheim l\u00e4sst kurz auf sich warten. Dann tritt der kleine Mann aus dem angrenzenden Badezimmer, mit nacktem Oberk\u00f6rper. Seine langen blonden Haare leuchten im Kontrast zur sonnenbankgebr\u00e4unten Haut, er tr\u00e4gt schwarze Ketten und Ohrringe, dazu hautenge Jeans und Westernstiefel. Stolz pr\u00e4sentiert er seine neue T\u00e4towierung auf der linken Brust: das Gesicht seiner Frau Sophia. \u201eWo wollen Sie Fotos schie\u00dfen?\u201c, fragt Sophia. Offenbar sind die beiden Boulevard-Homestorys gew\u00f6hnt, ihre Privatsph\u00e4re ist zugleich B\u00fchne. Sophia zitiert Berts Sohn Alain herbei, der mit aufs Foto soll. Der Neunj\u00e4hrige stammt aus einer Beziehung mit einer Nigerianerin, die den Sohn selten besuche, sagt Sophia. Alain w\u00fcrde jetzt viel lieber spielen gehen. Aber nein: Er soll f\u00fcrs Foto l\u00e4cheln.<\/p>\n<p>Ein ungleiches Paar, das im Wunsch nach \u00d6ffentlichkeit und Prominenz einen gemeinsamen Nenner gefunden hat. Bert entdeckte diese Leidenschaft schon in seinen Jugendtagen in Heimerzheim, einem Dorf mit etwas mehr als 6000 Einwohnern unweit von Bonn. Ein Sch\u00fctzenverein, die katholische Kirche St. Sebastianus, zwei Schulen, zwei Wasserburgen: Ein ganz normales Dorf am Vorgebirge, vielleicht mit der Ausnahme, dass der Nazi-Widerst\u00e4ndler Philipp von Boeselager hier geboren wurde. Mehr Prominenz hat der Ort nicht zu bieten. Dort in der Vorgebirgsstra\u00dfe, im Friseurgesch\u00e4ft seines Vaters Bertram, 84, absolvierte er eine Friseurlehre. \u201eHeimerzheim wurde mir zu eng\u201c, sagt Wollersheim. \u201eIch durfte meine Haare nicht so lang wachsen lassen wie ich wollte.\u201c<\/p>\n<p>Mit 18 Jahren ging er nach D\u00fcsseldorf, \u201ein die gro\u00dfe weite Welt\u201c, wo er bei einem Promi-Friseur eine Anstellung fand. Bald schon frisierte er die damaligen Showgr\u00f6\u00dfen, Dieter-Thomas Heck und Rex Gildo, und wenig sp\u00e4ter auch einige \u201eUnterweltgr\u00f6\u00dfen\u201c, wie Wollersheim die Kriminellen verniedlichend nennt. \u201eTotenkopf Fred\u201c etwa oder den K\u00f6lner Heinrich Sch\u00e4fer, genannt \u201eSch\u00e4fers Nas\u201c, der die K\u00f6lner Ringe in den 60-ern und 70-ern fest im Griff hatte. Abends zog der junge Friseur mit den dunklen Gestalten in die \u00f6rtlichen Zockerlokale, \u00fcbernahm f\u00fcr sie Laufburscheng\u00e4nge, kaufte frische Hemden und Zahnb\u00fcrsten.<\/p>\n<p>So geriet Wollersheim in die D\u00fcsseldorfer Rotlichtszene. In den 70-ern \u00f6ffnete er sein erstes eigenes Bordell, \u201emit einem Bein im Knast\u201c, erz\u00e4hlt er. Damals existierte noch der Straftatbestand \u201eF\u00f6rderung der Prostitution\u201c, der mit dem neuen Prostitutionsgesetz 2002 weggefallen ist (siehe Kasten). Auf seine Proteg\u00e9s konnte sich Wollersheim indes verlassen, sie hielten sch\u00fctzend ihre H\u00e4nde \u00fcber den Anf\u00e4nger im Bordellgesch\u00e4ft und ihm die Schutzgelderpresser vom Leib. Im Gegenzug schnitt er ihnen die Haare oder half bei der Wartung privater Yachten. \u201eDamals wurde sich noch mit F\u00e4usten gepr\u00fcgelt, nicht so wie heute\u201c, meint Wollersheim. Dass er mit dieser Einsch\u00e4tzung die kriminelle Szene verniedlicht, bezeugt sein eigener Knastaufenthalt wegen \u201eerpresserischen Menschenraubs\u201c in den 70-ern, als er einen Konkurrenten, mit dem \u201eer Stress hatte\u201c, kurzzeitig entf\u00fchren lie\u00df, \u201eum die Sache zu kl\u00e4ren\u201c.<\/p>\n<p>M\u00f6glich, dass er sich deshalb heute gerne als Gesch\u00e4ftsmann mit lupenreiner Weste und gro\u00dfer karitativer Spendenbereitschaft pr\u00e4sentiert: \u201eIch habe mich den Gesetzen des Rotlichtmilieus widersetzt, nie Menschenhandel betrieben oder eine Frau zum Sex gezwungen\u201c, sagt er. Seine drei Clubs \u201eRote Meile\u201c an der D\u00fcsseldorfer Rethelstra\u00dfe will er auch nicht in der Schmuddel-Ecke wissen, sie ziehen eher den Geldadel an, darunter \u201eviele Gesch\u00e4ftsleute, die Luxus und Diskretion bevorzugen\u201c. Exklusiv ausgestattete Zimmer und Bars, eine Flasche Champagner kostet bis zu 18 000 Euro. Auf Wunsch l\u00e4sst Wollersheim seine Kunden, oft Messebesucher, aus ihren Hotels in die Clubs chauffieren. \u201eWir haben die seltensten Spirituosen und die sch\u00f6nsten Frauen\u201c, sagt er. Und teure Zigarren, zum Beispiel die \u201eCohiba Behike\u201c f\u00fcr 1000 Euro. \u201eMan kann aber auch schon f\u00fcr 300 oder 400 Euro ein wenig Schampus trinken und franz\u00f6sischen Sex haben.\u201c<\/p>\n<p>Zwischen 50 und 130 Frauen arbeiten in seinen Bordellen, je nach Kundenzahl. Sie sind nicht angestellt, sondern zahlen eine Miete f\u00fcr die Zimmer, in denen sie ihre Freier empfangen. Wollersheim legt Wert auf den Unterschied zu \u201eLaufh\u00e4usern\u201c oder gar \u201eFlatrate-Bordellen\u201c, wo es billigen Sex gibt. \u201eWir schicken unsere M\u00e4dchen regelm\u00e4\u00dfig zu Gesundheitschecks\u201c, sagt er. Kondome sind Pflicht und Zungenk\u00fcsse tabu. \u201eSo ist es noch ein Job f\u00fcr die M\u00e4dchen, weil keine Gef\u00fchle zum Freier entstehen.\u201c<\/p>\n<p>Eine normale Dienstleistung also, wie Autowaschen oder Rasenm\u00e4hen? Lea Ackermann, Gr\u00fcnderin des Frauenhilfevereins Solwodi, ist ganz anderer Meinung: \u201eIch kenne keine Frau, die aus Vergn\u00fcgen Prostituierte ist.\u201c Die meisten stammten aus schwierigen Verh\u00e4ltnissen und seien schlichtweg in ihrer Not dazu verdammt, anschaffen zu gehen. \u201eMir bereitet es k\u00f6rperliches Unbehagen, neben einem Bordellbesitzer zu sitzen\u201c, sagt sie. Ihr Wunsch: Wie in Schweden sollten die Freier Strafe zahlen, wenn sie erwischt werden. \u201eWir brauchen einen Paradigmenwechsel.\u201c<\/p>\n<p>Mechthild Eickel, Leiterin der Bochumer Beratungsstelle der Huren-Selbstorganisation Madonna e.V., nennt Anschaffen \u201eSexarbeit\u201c, bei der man allerdings die Arbeitsbedingungen verbessern m\u00fcsste. \u201eIch glaube, das ist vergleichbar mit der Baubranche, wo auch viele Migranten arbeiten\u201c, sagt sie. \u201eLeute, die sich nicht auskennen und kein Deutsch sprechen, sind hohen Risiken durch Zuh\u00e4lterei ausgesetzt.\u201c Ihr Verein bietet Prostituierten Hilfe an, wie sie sich richtig krankenversichern oder beim Finanzamt anmelden. Ein Ansatz, den die Organisation Terre des Femmes kategorisch ablehnt: Durch Prostitution w\u00fcrden die \u201eFrauen und ihre weibliche Sexualit\u00e4t zur Ware degradiert\u201c, hei\u00dft es in einer Erkl\u00e4rung, mit negativen Folgen f\u00fcr das \u201eallgemeine Bild der Frau\u201c.<\/p>\n<p>Wollersheim Bild der Frau misst sich am Alter: \u201eDer Trend geht klar zu j\u00fcngeren\u201c, sagt er. 18 bis 27 oder 28. Woran das liegt? \u201eKeine Ahnung\u201c, die Freier w\u00fcrden schlie\u00dflich auch immer j\u00fcnger. Einmal habe er einer ausgemusterten Prostituierten geholfen, einen Job im Supermarkt zu bekommen. Die sei \u201enicht ganz Banane\u201c gewesen, aber dummerweise schon \u00fcber 30, zu alt f\u00fcrs Anschaffen in seinen Clubs. Als Mann bevorzuge man doch eher junge Frauen. \u201eEine Frau, die nicht aufh\u00f6rt, attraktiv zu sein, und trotzdem h\u00e4uslich ist\u201c, sagt er.<\/p>\n<p>Im privaten Leben hat er eine solche Frau gefunden. Sophia springt vom Stuhl, als von ihr die Rede ist. Sie geht in die K\u00fcche, kramt in einem Schrank und holt Ausschnitte mehrerer Boulevardtitel und auch der \u00f6rtlichen Lokalzeitung. Berichte \u00fcber sie und ihren Bert, den sie zum ersten Mal im Fernsehen gesehen hat. Sie schrieb ihm damals eine Mail: \u201eKannst Du mir einen Hostessen-Job besorgen?\u201c Ihr Studium hatte sie abgebrochen, und sie hielt sich mit Jobs etwa auf der \u201eTuning-World\u201c \u00fcber Wasser, einer Messe f\u00fcr Autozubeh\u00f6r. Bert traf sich mit ihr, beim n\u00e4chsten Mal lie\u00df er sie mit einer Stretchlimousine von zuhause abholen. Sp\u00e4ter lie\u00df Wollersheim die junge Frau nach Las Vegas nachfliegen, f\u00fcr sie der Beginn \u201eunserer Liebesbeziehung\u201c. Im Herbst 2010 heirateten sie dort in einer der \u201eWedding Chapels\u201c. F\u00fcr Bert war es die dritte Hochzeit und der Bruch eines Versprechens: Eigentlich sollte er keine heiraten, die j\u00fcnger ist als seine 27-j\u00e4hrige Tochter aus erster Ehe. Das hatte sich seine Tochter gew\u00fcnscht. Nur: In Wollersheims Welt w\u00e4chst seine Tochter langsam aus dem Attraktivit\u00e4tsrahmen heraus.<\/p>\n<p>Die Vorbereitungen zur Hochzeit verwurstete der TV-Sender RTL 2 zur Doku \u201eDie Wollersheims \u2013 eine schrecklich schr\u00e4ge Familie\u201c, die in diesem Jahr ausgestrahlt wurde. Darin sieht man Bert, wie er sich beim Autoh\u00e4ndler umschaut, und Sophia, wie sie sich ihre k\u00fcnstlichen Fingern\u00e4gel machen l\u00e4sst. Auch beim \u201ePromi-Dinner\u201c war Wollersheim zu Gast, und im Nachtprogramm l\u00e4uft eine Sendung, in der er gemeinsam mit zwei Porno-Darstellerinnen barbusige Frauen begutachtet. Mit diesem Format ist er eher ungl\u00fccklich, sagt er, weil es ihn in die schmuddelige Porno-Ecke zieht, was seinem Gesch\u00e4ft nicht gut tue. Gen\u00fcsslich ascht er in den \u201eB\u00e4rbel-Sch\u00e4fer\u201c-Aschenbecher, der auf seinem Wohnzimmertisch steht. Klar, dass er in dieser schon lange abgesetzten Nachmittagstalkshow auch schon Gast war.<\/p>\n<p>Was f\u00fcr Wollersheim einen gesch\u00e4ftlichen Balanceakt darstellt\u00a0 \u2013 seine geldpotenten Kunden im Puff m\u00f6chten nicht gerne gefilmt werden -, ist f\u00fcr Sophia ein Siebenmeilenschritt in Richtung Prominenz: \u201eWir werden heute \u00fcberall erkannt\u201c, sagt sie und erz\u00e4hlt, wie sie im \u201ePhantasialand\u201c einmal von ihren Fans hat weglaufen m\u00fcssen. \u201eSo viele waren das.\u201c Selbstredend hat sie eigene Autogrammkarten. Und einen K\u00fcnstlernamen: Sophia Vegas Wollersheim hie\u00df in ihrem Leben vor Bert noch Hildebrand. \u201eWie der Ex-Nationalspieler\u201c, beeilt sie sich zu sagen.<\/p>\n<p>Zur Info:<\/p>\n<p><strong>Prostitution in Deutschland<\/strong><\/p>\n<p>Groben Sch\u00e4tzungen der Bundesregierung zufolge arbeiten bis zu 400 000 berufsm\u00e4\u00dfige Prostituierte (darunter ein Drittel Ausl\u00e4nderinnen) in Deutschland, mit einem Jahresumsatz von 14 Milliarden Euro. Diese Zahlen sind allerdings alles andere als verl\u00e4sslich. Die Prostituierten-Selbsthilfeorganisation Madonna e.V. geht von weit niedrigeren Zahlen aus. F\u00fcr NRW rechnet sie mit h\u00f6chstens 30 000 Prostituierten. Seit dem 1. Januar 2002 ist das Prostitutionsgesetz in Kraft, mit dem die rechtliche und soziale Situation der Frauen und der im Vergleich wenigen M\u00e4nnern verbessert werden soll. Theoretisch k\u00f6nnen Prostituierte somit in regul\u00e4re Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnisse eintreten, was Angaben der Organisation Madonna e.V. allerdings so gut wie nie vorkommt. Demnach sind die meisten selbstst\u00e4ndig t\u00e4tig, k\u00f6nnen sich beim Finanzamt dabei regul\u00e4r anmelden. Der Straftatbestand \u201eF\u00f6rderung der Prostitution\u201c wurde mit dem Gesetz abgeschafft, stattdessen stellt es heute \u201eAusbeutung von Prostituierten\u201c unter Strafe. Als Ausbeuter gilt, wer Frauen in pers\u00f6nliche und wirtschaftliche Abh\u00e4ngigkeit bringt oder jemanden zur Prostitution zwingt (Zuh\u00e4lterei). Frauenorganisationen kritisieren an dem Gesetz, dass der Polizei die H\u00e4nde gebunden sind: Im Falle krimineller Machenschaften muss diese nachweisen, dass Zwang ausge\u00fcbt wird, was nicht leicht ist. (ben)<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0 (Erschienen in der &#8222;Welt am Sonntag&#8220;, 21.11.2011) \u00a0Der D\u00fcsseldorfer Bordellbesitzer Bert Wollersheim pr\u00e4sentiert sich gerne als Wohlt\u00e4ter. Sein Privatleben ist zugleich \u00f6ffentliche B\u00fchne. Ein Hausbesuch. 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